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divingEurope 2|2017 ihm selbst Kriegsvetera- nen ihre Sachen schenkten. Heute sind seine unzähligen Schätze in einer großen Hal- le mit sehr viel Liebe zum De- tail ausgestellt, die er nach vorheriger Anmeldung gerne zeigt und erklärt. Landgänge anderer erfreulicher Art sind die Tavernenbesuche. Am besten unternimmt man die- se mit dem Basischef selbst oder lässt sich zumindest seine Empfehlungen geben, denn er kennt alle und alles. Zwei Wracks haben wir noch auf unserer to-do-Liste. Das bekannteste und der Stolz der Insel ist die „Queen Olga“ oder „The Vasilissa Olga“. Sie ist ein modifizierter Zerstörer mit fast hundert Meter Länge und wurde von Yarrow and Co. in Schott- land 1937 gebaut. Sie diente der Königlichen Hellenistischen Marine und profilierte sich zum erfolgreichsten Schiff während des 2. Weltkrieges, bevor sie 1943 im Naturhafen von Lakki unterging. Einige „Junkers Ju 88“ Sturzkampfbomber griffen das stolze Schiff am 26. Sep- tember 1943 an und über sieb- zig Menschen fanden dabei den Tod. Ihnen zu Ehren baute man ein Monument in der Stadt. So stolz der Zerstörer sich ehemals präsentierte – davon sieht man heute leider nichts mehr. „Das Wrack“ von Leros darf man nur mit Genehmi- gung betauchen, da es mitten 40 in der Bucht auf 34 Meter Tie- fe in der Hafeneinfahrt liegt. Aber Hand aufs Herz und bei aller Ehrfurcht: mehr als ein Haufen Schrott se- hen wir in der hier meist trü- ben Suppe nicht, ein Schiff kann man nur noch erahnen. Nahezu alles, was das grie- chische Militär später gebrau- chen konnte, wurde abgebaut und ein paar kleine Geschosse erinnern noch an ein Kriegs- schiff. Mehr nicht! Den Tauch- gang muss man nicht unbe- dingt machen und wir haken