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divingEurope 2|2017 nungen zweiten bis vierten Grades.“ Den fünften Grad will aber eigentlich niemand erleben. Wenn die großen Delfine aufdringlich werden sollten. Dann heißt es nichts wie raus aus dem Wasser. Das passiert aber quasi nie und insgeheim hoffen die Teilnehmer dann doch, dass es einmal in Rich- tung Nummer Fünf geht und man nicht nur den Einsern hinterherjagt. Die einzigen Angriffe auf Menschen wurden in Einrichtungen verzeich- net, in denen man die Säuger in Be- cken kaum größer als ein Wartezim- mer beim Arzt sperrte und versuchte ihnen Kunststückchen beizubringen. Der Fall, der traurige Berühmtheit er- langte, ist der des Orca-Männchens Tilikum. Ein Individuum mit hängen- der Schwertflosse, weitergereicht von einem Meeresvergnügungspark zum nächsten, aufgrund seines ag- gressiven Verhaltens. Eine Trainerin bezahlte seine Betreuung mit ihrem Leben. In freier Wildbahn sind aller- dings bis heute keine Angriffe durch Schwertwale auf Menschen bekannt. Die Tage sind in Tromsö kurz. Nur drei Stunden erlaubt das dämmrige Licht auf dem Wasser zu sein und mit den Tieren zu schwimmen. Doch wie He- rumsitzen fühlt sich die restliche Zeit nicht an. Daniel aus Pforzheim kann sich kaum entscheiden ob ihm die Schneespaziergänge oder die tanzenden Nordlichter besser ge- fallen haben. Robin ist großer Fan der Bord- küche, denn John, der Koch, verbringt die Sommermonate in Thailand. Norwegische Eintöpfe mit asiatischem Kokosmilch-Zitro- nengras-Einfluss – das ist schon was. Und für Rebekka stand schon am dritten Tag fest: 101